Einsatzreiches Osterfest

Suche nach Mädchen -- Leiche bergen -- PKW treibt im Inn

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht Burghausen wurden durch mehrere Einsätze zu Ostern auf Trab gehalten. Neben einer großangelegten Suche auf der Salzach und einem nächtlichen Großeinsatz auf dem Inn bei Töging war auch eine Totenbergung zu bewältigen.

Etwa zwei Stunden nach der Sicherheitsabstellung anlässlich des Günter-Hackl-Gedächtnisschwimmen auf der Salzach zwischen Unterhadermark und Burghausen löste die Rettungsleitstelle einen Großalarm aus. Die Alarmierung erfolgte am Karfreitag um 17:42 Uhr. Bereits gegen 14:00 Uhr war in Oberndorf (Österreich) bei Laufen ein dreijähriges Mädchen als vermisst gemeldet worden. Es verstärkte sich der Verdacht, dass das Kind in die Salzach gefallen sein könnte. Da auf dem hochwasserführenden Fluss derzeitig eine hohe Fließgeschwindigkeit zu verzeichnen ist, wurde der Einsatz schließlich in den Landkreis Altötting ausgedehnt. Die Wasserwachten Alt-/Neuötting, Burghausen, Burgkirchen-Emmerting, Marktl, Töging/Winhöring und die Wasserwacht Simbach unterstützten die Suche mit acht Booten. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz um 20:15 Uhr ergebnislos abgebrochen.
Am Samstag um 07.30 Uhr wieder die Suche wieder aufgenommen. Die Salzach zwischen Simbach und Tittmoning wurde noch einmal bis 14:00 Uhr genau unter die Lupe genommen. Leider fehlt bis dato jede Spur vom kleinen Mädchen.

Während der Suche am Samstag entdeckte die Wasserwehr Ach einen Toten in der Salzach im Bereich der Salzlände in Burghausen. Die Wasserwacht Burghausen führte die Bergung durch. Die Kameraden aus  Burgkirchen-Emmerting und Töging/Winhöring unterstützten die Bergung der Person, die sich bereits mehrere Monate im Wasser befunden haben dürfte.

Der nächste Einsätze begann in der Nacht auf Ostersonntag um 00:51 Uhr. Nachdem mehrere junge Leute, die am "Innspitz" bei Töging feierten, ein treibender PKW gesichtet haben, löste die Rettungsleitstelle Traunstein einen Großalarm. Am Fahrzeug brannten neben den Scheinwerfer, die Innenbeleuchtung und auch die Warnblinker. Noch nicht geklärt ist, ob sich Personen im Fahrzeug befanden. Das Auto versank schließlich einige Hundert Meter unterhalb der Innkanal-Mündung. Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte an die Unglücksstelle, darunter auch zehn Rettungstaucher der Wasserwacht. Die Wasserwachten aus Töging-Winhöring, Alt-/Neuötting, Burghausen, Burgkirchen-Emmerting, Perach und Mühldorf suchten den Inn bis Neuötting mit drei Sonarbooten ab. Unterstützt wurde die Suche durch die umliegenden Feuerwehren. Der Polizeihubschrauber "Edelweiß 5" war auch im Einsatz. Die Oberflächensuche nach treibenden Personen, das Absuchen der Uferbereiche erbrachte keine Erkenntnisse. Die Suche nach dem versunkenen Fahrzeug wurde gegen 6:00 Uhr eingestellt.

Am Ostersonntag war noch einmal ein Polizeihubschrauber über dem Inn im Einsatz, der nichts Verdächtiges ausmachen konnte.